Schachmarken-Auswahl
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1966: Rumänien mit 6 Marken im Farbdruck
Anlässlich der Schacholympiade in Kuba


1966: 6 Schachmarken aus RumünienMit sehr schönen Farbmarken wartete Rumänien im Jahr 1966 auf. Es waren dies die zweiten richtigen Schach-Farbmarken, also im 4-Farbdruck gedruckt. Die ersten Schach-Farbmarken brachte bekanntlich ja 1950 Yugoslawien heraus (Satz mit 5 Marken). 
Der rumänische Markensatz umfast 6 Marken, wobei es nur 3 Grundmotive gab. Diese Grundmotive  wurden dann jeweils mit anderen Farben variiert, so entstanden diese 6 Marken. Die aufgedruckten Werte sind: 1 LEU; 1,60 LEI; 3,25 LEI: 20 BANI; 40 BANI und 55 BANI. Anscheinend sind die letzteren ganz schön hohe Werte. Diese 6 Marken in einem kompletten Satz zu bekommen, ist gar nicht so leicht. (zur Vergrößerung auf die Marke klicken!).


1967: Spielzeug-Expo in Montreal, Kanada

1967: Schachfiguren aus Porzellan

Man muss zweimal hinsehen, um zu merken, dass es sich hier um eine Schachmarke handelt. Dargestellt werden mit den Keramikfiguren  die Königin, der König und der Läufer. Die von Kinderhand bemalten Schachfiguren haben einen gewissen Reiz und wurden auf der Keramik-Kunstausstellung in Montreal stark beachtet. Ausgabetag der Marke: 10. April 1967. Eine eher seltene und daher auch teure Marke. Laut Online-Katalog von Colin Rose wird die Marke immerhin mit 4,- US $ notiert. Ganz beachtlich für eine einzelne Marke (zur Vergrößerung auf die Marke klicken!).


1968: Schweiz - 18. Schacholympiade in Lugano

1968: Schachmarke aus der SchweizEine klar aufgebaute und markante Schachmarke, wie man es von der Schweiz eben gewohnt ist.  Sehr schöne grafische Aufteilung.  Alle Infos sind gut leserlich angebracht. Die Marke wurde am 14.3.1968 erstmalig ausgegeben (zur Vergrößerung auf die Marke klicken!).


1972: Island Schach-WM Fischer gegen Spassky
Der legendäre Wettkampf - und Fischer in Hochform

1972: Schachmarke aus IslandGanz klar, dass diese Marke in meiner persönlichen Auswahl nicht fehlen darf. Die Gründe dafür liegen weniger in der Markengestaltung, die ist fast ein wenig unscheinbar ist, sondern im spannenden Schach-WM-Kampf Boris Spassky gegen den legendären Bobby Fischer. Damals grassierte das Schachfieber. Ich habe mir die Partien täglich aus der Zeitung ausgeschnitten und in ein kleines Heft eingeklebt. Natürlich habe ich die Partien  auch nachgespielt und bin schwer davon begeistert gewesen. Die Medien brachten täglich Berichte vom WM-Kampf (auch das Fernsehen). In jedem Gasthaus und Cafe wurde eifrig Schach gespielt und analysiert. Beide Kandidaten waren so prominent wie Filmschauspieler.  Erinnern kann ich mich auch noch an den nagelneuen Range-Rover von Spassky, den er bekam. Das war für den Russen sicherlich ein absolutes Luxusauto. Diese Partien gegen Bobby Fischer haben ihn sicherlich bekannter gemacht, als er vorher war.  Und das, obwohl er vorher schon Weltmeister war. Ich habe ihn als sehr fairen und überhaupt nicht vergrämten Verlierer in Erinnerung. Ein Sunny-Boy im Schach, der ja dann auch in Frankreich um Asyl ansuchte (zur Vergrößerung auf die Marke klicken!).


1974: Ungarn
Das große Schachland Ungarn gibt 7 Schachmarken heraus

Schachmarken aus Ungarn 1974

Diese sehr gefälligen Schachmarken zeigen Schachgemälde und Situationen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die 1. Marke (0,40) zeigt eine Situation aus den 13. Jhdt. Die 2. Marke (0,60) weist auf das 15. Jhdt. hin und die 3. Marke (0,80) ebenfalls aufs 15. Jhdt. (siehe Bild 1, zur Vergrößerung anklicken).

Schachmarken aus Ungarn 1974Die 4. Marke (1,20 Forint) zeigt eine Schachsituation aus dem 17. Jhdt. - und die 5. Marke (2 Forint) weist ein sehr bekanntes Motiv auf, nämlich den Schachtürken von Kempelen. Die 6. Marke (4 Forint) zeigt den bekannten ungarischen Großmeister Geza Maroczy und die 7. Marke (6 Forint) hat ein Motiv aus NIZZA zum Inhalt.  Alles in allem eine sehr interessante Schachmarken-Serie.  Zur Vergrößerung auf die Marken klicken!


1975: Benin, Westafrika
Nach der Umbenennung des Landes wurden die Marken überdruckt

Schachmarken aus Benin 1975Schachmarke aus Benin 1975

Im Jahr 1975 wurde das westafrikanische Land DAHOMEY in BENIN umbenannt. Anlässlich dieser Umbenennung wurden die bisherigen Marken von Dahomey einfach überdruckt, so auch die abgebildeten Schachmarken. Es gab verschiedene Überdrucke. Zuerst  wurden die bisherigen Marken zu 50 F und 200 F mit gleichen Werten versehen, nämlich 150 F (siehe Bild 1, Vergrößerung). Der erste Aufdruck lautete "REPUBLIQUE  DU BENIN". Später wurde ein anderer Stempel verwendet und der Aufdruck lautete nun: "Republique Populare du Benin colis postaux" . Gleichzeitig wurden die alten Marken mit 200 F auf 500 F geändert, der Grund dafür war die inzwischen eingetretene Inflation. Colin Rose führt diese Marke mit der Jahreszahl 1988 in seinem Online-Katalog an. Da gab es anscheinend nur mehr die grüne Schachmarke, wahrscheinlich war die orange Marke  nicht mehr vorrätig. Ich glaube, so genau wird man das gar nicht mehr nachvollziehen können - und es würde mich nicht wundern, wenn es in der Zwischenzeit von 1975 bis 1988 noch weitere Überdrucke gegeben hätte. Jedenfalls eine interessante Schachmarken-Rarität.   Zur Vergrößerung auf die Marken klicken!

P.S: Falls sie weitere Infos zu diesen Marken haben oder uns solche Marken anbieten können, würde ich mich über ein mail sehr freuen. Von Dahomey haben wir übrigens auch FDCs mit den ursprünglichen Marken aus dem Jahr 1974. Sie finden diese in der FDC-Galerie (zum Ansehen hier klicken).


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e-mail: chesshero@chello.at

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